Das Phänomen der unbewussten Denkmuster
3. August 2017

Was wir vom Silicon Valley lernen können

Der Wert der vier größten Unternehmen im Silicon Valley ist höher als der Wert aller DAX- Unternehmen insgesamt. In der Nähe San Franciscos ist eine neue Wirtschaftmacht entstanden, die ursprünglich aus jungen Startups, gegründet von Studenten, hervor gegangen ist. Der schnelle Erfolg der Unternehmen im Silicon Valley gibt Handlungsempfehlungen für bestehende Unternehmen in Deutschland her.

Scheitern ist nicht immer schlecht

Besonders in Deutschland herscht der Drang alles perfekt zu machen und dafür unzählige kleine Schritte zu gehen, damit die Möglichkeit zu scheitern minimiert wird.  Ideen werden fokussiert, die schon erfolgreich implementiert worden sind. Hiermit wird das Risiko vermieden und disruptiven Unternehmungen fehlt der Nährboden. Aber genau diese Denkweise, etwas komplett neues zu kreieren und das Scheitern in Kauf zu nehmen, hat das Silicon Valley so erfolgreich gemacht. Während hierzulande ewig geplant wird, um dann eine Idee zu entwickeln, wird bei den amerikanischen Unternehmen das Produkt zuerst entwickelt und dann neu justiert. Vieles liegt nicht im Bereich der vorherigen Planbarkeit! Im Design Thinking Prozessen wird dies ebenfalls berücksichtigt: Prototypen werden entwickelt, die durch iterative Schleifen überarbeitet werden können.

Sich selbst kannibalisieren, um erfolgreich zu bleiben

Gestandene Unternehmen werden häufig gefährdet durch kleinerer Wettbewerber, die zu lange nicht ernst genommen wurden. Es besteht als erfolgreiches Unternehmen die Gefahr, die nächste Innovationswelle zu verschlafen. Ein Beispiel ist die deutsche Autombilindustire, die ihren Vorsprung in der Dieseltechnologie jahrzehntelang verwaltet hat und nun übereilig versucht, den technologischen Vorsprung von Tesla bei der Elektromobilität einzuholen. Amazon ist hier einen anderen Weg gegangen und kannibalisierte das Geschäft mit gedruckten Büchern durch das Kindle selbst. So ist Amazon heute in beiden Sparten Marktführer. Das Erfolgsrezept ist: Die Bedürfnisse des Kunden erkennen und diese zu verankern, auch wenn man sich selbst kannibalisiert.

Denke groß und über den Tellerrand hinaus

Viele erfolgreiche Projekte wurden anfangs unterschätzt und belächelt. Bei Youtube kusiert bspw. ein Video, in dem sich Steve Ballmer 2008 über das iPhone lustig macht. Und in weiter Vergangenheit sagte der Chairman von IBM, dass es lediglich einen weltweiten Markt für fünf Computer gibt. Es muss größer gedacht werden, um das Unternehmen erfolgreich zu machen. Google beschäftigte sich 2009 außerhalb ihres Kerngeschäfts mit dem autonomen Fahren und wurde belächelt. Nun suchen etablierte Konzerne den Kontakt mit Googles Projekten. In Deutschland fehlt oftmals der Wille zu Experimenten. In der Kernkompetenz an bestehenden Projekten zu arbeiten ist für viele der einfachste Weg und stellt den Raum für neue Projekte zu.

Es gibt einige Lehren, die aus dem Erfolg des Silicon Valleys gezogen werden können. In allen gibt es eine wesentliche Stellschraube, an der gedreht werden muss, um hieraus zu lernen: Die Unternehmenskultur! Alte Strukturen aufbrechen, Fehler tolerieren und neue Wege gehen. Innodrei kann Ihnen dabei helfen, Ihre Kultur darauf auszurichten und vom Erfolg des Silicon Valleys zu lernen.